Scheisstag

Ouh Mann, bin ich froh, wenn endlich abend ist, der heutige Tag quasi schon rum ist und ich mit meinem Schatz in Ruhe telefonieren kann.

Angefangen hat der Tag schon damit, dass ich gepflegt verpennt habe. Ganz toll. In letzter Zeit passiert das irgendwie ziemlich oft, dabei geh ich doch wirklich immer früh in’s Bett. Ja, so gegen zwei, drei, manchmal vier Uhr morgens! Und bis halb sieben schlafen ist doch dann nicht übertrieben, oder? (H)

Weiter ging es mit beginnendem Kopfschmerz, zwei Dolormin bis mittags und vorhin doch eine Triptane. Jetzt iss aber auch gut. Kopping iss weg.  Um halb zwei daheim angekommen, muss ich mein Notebook starten, damit ich weiter arbeiten darf und was passiert? NIX!!! Absolut nix, nada, niente, Asche, empty, nullinger!!! Was tun? Kein Home Office möglich. Gut, dass die Lütten ‘ne alte Möhre im Zimmer haben. Da sitze ich auch gerade und schreibe diesen Müll hier (Ihr merkt schon, dass ich bissi pissed bin, sorry dafür). Über OWA zumindest die Firmenmails checken und gut ist. Morgen wird das kleine DrecksAsus mit in die Firma genommen und einer der Tekkis muss halt bluten. ;)

Aber das Schlimme ist ja, ohne Notebook kein Netzgefluester, kein Twitter, keine privaten Emails und vor allem keine geilen Video-Skype-Geschichten mit Lebemann! Ihr könnt also mein Leid nachvollziehen? Immer diese Telefonsexabende sind ja auf Dauer auch langweilig, ich brauche visuelle Reize und auf P*rnhub kenn ich alles schon!  (H)

Ihr könnt das ganze Drama jetzt nachvollziehen, oder? :-O

Ach, abgesehen, dass heute wirklich ein Scheisstag ist, zwei gute Nachrichten habe ich auch: Ich habe das Gefühl, dass MEIN EX-Freund und ich uns wieder so langsam kollegial-freundschaftlich nähern, was ich sehr gut finde. Und meine Spaghetti Frutti di Mare vom Italiener umme Ecke waren köstlich! Ich stinke zwar gerade zehn Kilometer gegen den Wind nach Knoblauch, aber macht ja nüschd. Geknutscht wird eh erst morgen und das dann aber exzessiv!

Das Wochenende steht vor der Tür. Ein tolles wird es werden, das weiß ich. Freitag easy, Samstag Bowlen, abends gemütliche Zweisamkeit and more, Sonntag gemeinsam aufwachen, kuscheln, schmusen und vielleicht noch hier und da ein bisschen ähh.. jaa… FSK18 ;-)

So, jetzt wisst Ihr bescheid. Hoffe, bei Euch sah der heutige Donnerstag besser aus!

Mein Engel

Und plötzlich fing ich an am ganzen Leib zu zittern, das Lenkrad fest im Griff, als es auf der Überholspur nur noch ganz laut “duff-duff-duff-duff-duff” gemacht hat. Schnell versuchte ich mich wieder hinter den LKW auf der rechten Seite einzuordnen, während mein Herz in die Hose rutschte und ich verzweifelt nach einem günstigen Haltepunkt Ausschau hielt.

Nein, nicht schon wieder mein Reifen, dachte ich und der Fahrer des Wagens, der mich überholte gestikulierte wie wild und deutete auf meinen hinteren Teil des Wagens. Ok, meine Befürchtung hatte sich bestätigt, schon wieder ein Reifen platt. Mitten auf der Autobahn bei 120 Sachen. Zum Glück ist mir das nicht letztes Wochenende irgendwo in Slowenien oder Österreich passiert, dachte ich irgendwie gleich, als ich vor mir eine Nothaltebucht gesichtet habe und dort auch anhielt.

Was nun? Immer noch Zitternd rief ich bei den gelben Engeln an, schilderte die Situation und dann war die Verbindung weg. Mein Guthaben war alle. Schöne Scheiße! Gott sei Dank hatte der Supportler aber meine Mobilnummer vorher notiert, jedoch war ein Rückruf nicht mehr nötig, denn alles war besprochen. Einige Minuten später, nach dem schon 4 ADAC-Fahrzeuge an mir vorbei gerauscht waren, wurde ich nervös! Es waren wohl nicht meine Schutzengel. Doch dann kam er! :-)

meinengel

In diesem Moment öffnete der Himmel seine Schleusen und der Engel leuchtete mit seinen wunderschönen Augen und seinem gelben Gewand Hosenanzug all meine Ängste hinfort. Sein Engelsblick landete zuerst in meinem Dekoltee und mit einem süßen, schelmischen Grinsen und einem “guten Morgen!” war das Eis gebrochen. Während ich meinen Ersatzreifen aus dem Kofferraum holte, besorgte er sich das nötige Werkzeug aus seinem Pannenfahrzeug und bat mich doch in’s Auto zu steigen, damit ich mich nicht erkälte! (H)

Gesagt, getan. Keine zehn Minuten später hatte der Spuk auch ein Ende, der Wagen war wieder fahrtüchtig, der Regen wurde immer weniger und nach ein bisschen Smalltalk mit meinem gelben Engel haben wir uns dann auch verabschiedet und jeder ging seines Weges.

Zum Glück bin ich ADAC-Mitglied und habe deren Service auch schon einige Male in Anspruch nehmen müssen. Nicht, dass ich kein Reifen wechseln könnte, ich krieg die fetten Schrauben nur nie auf.  :-S

In diesem Sinne, checkt Eure Autos regelmäßig, passt auf im Verkehr und habt ein geniales Wochenende!

Habe ich eigentlich erwähnt, dass ich morgen abend verabredet bin? (H)

Lehrjahre

…sind bekanntlich keine Herrenjahre.

Und Damenjahre schon mal gar nicht! Ich mußte wirklich lauthals lachen, als ich MC’s Sticky-Posting las und gleichzeitig an meine Lehrzeit dachte.

Oh ja, irgendwie war ich das weibliche MC-Pendant, aber leider unfreiwillig. Ich konnte mit meinen damals 16 Jahren ja auch nichts dafür, das mein Dekolté schon am Kehlkopf anfing. Mutter sagte immer: “Kind, du machst jetzt eine Ausbildung zur Industriekauffrau und mußt dich entsprechend kleiden!” Gesagt, getan. Nur hat mir keiner gesagt, daß ich unter einem Blazer noch eine Bluse anziehen sollte. Eine weiße, mit Perlen bestickte Spitzencorsage, wie Madonna es uns damals vormachte,  fand ich viel schöner! (H)

Wie man das so kennt, wandert man in entsprechendem Turnus in die jeweiligen Abteilungen und irgendwann kam ich in den Einkauf. Der Job war super, hat mir viel Spaß gemacht, die Lieferanten gegenseitig auszuspielen und den König die Königin den Kunden zu spielen. So hatte ich auch recht schnell den Ruf weg, ein gutes Händchen für das Einkaufen von chemischen Rohstoffen zu haben.

Vielleicht war das auch der Grund, wieso mein direkter, kleiner, glatzköpfiger, alter, ekeliger, schleimiger, widerlicher Vorgesetzter dachte, er könnte mir beim Einkaufen doch noch was beibringen, in dem er mich erwirbt. Für gewisse Dinge…. :-O

Seine Masche war, mich wegen belanglosen Dingen in sein kleines, muffiges Büro zu beordern. Mit Ekelgefühlen mußte ich da natürlich immer rein, denn Opposition würde sich in dem 300 Mann Betrieb schneller rum sprechen als die WM-Absage von Kouranyi. Wie es sich gehörte, stand ich vor seinem Schreibtisch und fragte, um was es denn ginge (ich hasse es bis heute, wenn jemand ungefragt um den Schreibtisch rum kommt ohne Erlaubnis). “Komm doch bitte gerade mal zu mir her und schau Dir das mal an, ich darf doch DU sagen, das darfst Du übrigens bei mir auch, aber natürlich nur, wenn wir alleine sind!” sagte er, während er mir mit seinen fetten Schleimgriffeln über den Hintern fuhr.

Mir wurde schlecht. Ich dachte, ich kotze ihm gleich auf seinen Schreibtisch. Dass er erregt war, konnte man sehen. ICH konnte es sehen. “Äh, entschuldigen Sie, Herr Fatzke (Name von der Redaktion geändert), aber meine Kontingente für ein “Du” sind derzeit leider erschöpft. Ich bin für Sie nach wie vor Frau Pssst und Sie für mich Herr Fatzke!”. Er schnaubte einmal heftig und er roch aus dem Mund, wie ‘ne Kuh aus dem Arsch. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an den schmierigen Typ denke!

Daß der Rest meiner Ausbildung die Hölle war, muss ich wohl keinem sagen, aber ich konnte meine wunderschöne Erscheinung nach wie vor guten Gewissens im Spiegel betrachten, während ich neulich gehört habe, daß er seit Jahren geschieden ist und sich in Frauenkleidung in dubiosen Etablissements amüsiert.

Es gibt schon arme Kreaturen auf dieser Welt…

Wie man aus Scheisse Geld macht

…könnt Ihr in vielen live-Comedy Shows sehen.

Gestern Abend war ich mit einer Bekannten in Mannheim (im Capitol) und wir haben uns für läppische 27 Euro (8tung zynisch) zwei Tickets für Johann König klar gemacht. :-S

Haha, sag ich nur. Es war ja nicht schlecht, ich kannte nicht alle Gag’s aus der Show, aber einige hat man doch hier und da schon in den diversen Comedy-Sendungen im TV gesehen. Meine Bekannte ist in der “zweiten Halbzeit” sogar eingenickt und wir haben beide an Rumpsteak mit FETT Zwiebeln gedacht. Da wir die Handies aus machen mussten war auch nix mit Pizza-Lieferdienst. Leider! (H)

Um auf den Hr. König zurück zu kommen. Hmmm… er war ehrlich. Er sagte zu Beginn, die erste “Halbzeit” wird lahm, die zweite wird besser und zum Schluss lacht man Tränen. Er hatte recht. Langatmig war es. Und bissi arrogant fand ich ihn auch, aus dem Grund, weil der Eintrittspreis absolut nicht gerechtfertigt war für die Mini-Brüller, die zudem total flach waren. Ich habe mich gewundert, worüber Menschen lachen können! Ja, ich war sogar ein wenig entsetzt. :-O

So ziemlich am Ende der Show habe ich wirklich Tränen gelacht, aber Leute, ehrlich, um 5 Minuten Tränen zu lachen, langt es doch, wenn man sich bei schönem Wetter und den richtigen Leuten irgendwo in ein Café setzt und die vorbei gehenden Leute beobachtet! Kostet höchstens nen Kaffee oder ein leckeres Eis! ;-)

Und wie Herr König sagt: Wenn es Euch nicht gefallen hat, empehlt es Leuten, die Ihr nicht mögt! Damit hat er seine Kohle im Sack und ich laufe Gefahr, dass es meinen “Feinden” sogar gefällt. Also? Was tun? :-S

Forget it! Echt! Das ist den Preis nicht Wert, Herr König, nehmen Sie es mir nicht übel!

Ich geh jetzt auf einen Geburtstag, lache, trinke, esse und das für fast umsonst! ;-)

Kundenfreundlichkeit

Also ich weiß ja schon, dass Deutschland nicht zu den Ländern zählt, die Kunden auf Händen tragen. Gibt ja auch echt schlimme Finger in der Kundenwelt. Keine Frage. Aber gleich zwei doofe Ereignisse innerhalb 24 Stunden lassen mich wirklich grübeln, ob manche Menschen für gewisse Jobs einfach nicht gemacht sind?! :-S

Nummer 1:

Gestern bin ich zum Friseur. Zwei Stunden, ehe der Laden zu macht. Nun hab ich wirklich keine Löwenmähne für die man Tage braucht um sie herzurichten. Schulterlanges Haar, frische, blonde Strähnchen und einfach wieder mit einem Schnitt die Haare auf Vordermann bringen.

Es war kein Kunde da, die Friseurinnen massierten sich gegenseitig vor lauter Langeweile. Ich kenne die Mädels ja, kam also mit einem fröhlichen Grinsen rein und fragte, welche sich den aufopfern möchte. Alle schauten sich zuerst an, dann schauten sie auf die Wanduhr, ihre Augen wanderten dann auf meinen Kopf und es kam die Frage, was denn gemacht werden soll. Ich legte meine Vorstellungen dar und daraufhin schauten sie sich wieder gegenseitig an, nach dem Motto “scheiße, wenn ich jetzt anfange, komm ich nicht zeitig nach Hause!”

Irritiert meinte ich darauf nur: “Mir egal, wer was macht, von mir aus könnt Ihr auch zu dritt an meinem Kopf pfriemeln, hauptsache, ich seh wieder tagestauglich aus!” Eine “erbarmte” sich dann letztendlich und ich hatte schon keinen Bock mehr. Aber es kam noch heftiger: Die Dame schaute wieder auf die Uhr, dann auf meinen Kopf und sagte: “Ja, dann machen wir nur den Oberkopf mit Strähnchen, gell?” NEEE!!! DEN GANZEN KOPF! Langsam wurde ich echt sauer, ich mein’, ich lass da alle paar Wochen wirklich gutes Geld und möchte mich einfach in den zwei Stunden etwas “verwöhnen” lassen. Die Dame rollte doch tatsächlich mit den Augen und fuhr fort mit ihrem Tun. Alle anderen Mitarbeiter wuselten nun im Laden rum, räumten auf, putzen usw. Eine Azubine hatte mir die Haare gewaschen und merkte wohl, dass ich etwas “pissed” war und flüsterte mir nur ins Ohr: “Ach, das ist nicht schlimm, wir haben heute Abend ohnehin Übungsabend!” Diese Aussage hebte meine Laune leider überhaupt nicht. Im Gegenteil. Nun gut, zwischenzeitlich wollten die Damen die Kasse machen und fragten mich, ob ich mit Karte oder Bar zahlen möchte. Bar, sagte ich um genau fünf Minuten später von einer anderen Dame das gleiche gefragt zu werden. Ouh Mann, ich sag Euch, meine Laune war echt im Keller! Aber das sollte natürlich noch nicht alles sein, normal scheiße kann ja jeder!

Die Friseuse schnippelte mir also rum, schaute wieder auf die Uhr und äußerte entschlossen: “Die Haare föhnst Du Dir aber selber!” Meine Augen quollen schier aus meinen Höhlen und ich antwortete wirklich patzig: “Dann hätte ich auch daheim bleiben können, nee, nee, das macht ihr fertig, klar?” Not amused rollte sie doch tatsächlich wieder mit den Augen, während sie ihrer Kollegin rüberbrüllte “aber dass mal eins klar ist, dafür komme ich morgen eine halbe Stunde später!!!!”. Sie föhnte meine Haare total lustlos und für’n Arsch und in diesem Moment waren mir zwei Dinge klar: Kein Trinkgeld und das war definitiv der letzte Besuch dort! (N)

Nummer 2:

Ich stehe vorhin an der Metzgertheke und möchte Schweinefilet kaufen.

ICH: Ja hallo, ich hätte gerne 3 kg Schweinefilet, bitte.

SIE: Ja, drei Stück Filet, gerne!

ICH: Äh, nicht drei Stück, ich benötige 3 kg bitte!

SIE: :-O *glotz* Oh, tschuldigung, ja, kein Problem, 3 kg, kommt sofort!

ICH: Könnten Sie mir bitte die Stücke parieren, die sehen ja wirklich nicht so toll aus.

SIE: Äh, dann muss ich das ja nach hinten bringen zum Chef und außerdem muss doch da ein bisschen was Fett dran sein (augenrollend!!!)! :-O

ICH: Ach, wissen Sie was, wenn Sie unfähig sind oder keine Lust haben, packen Sie es ein, ich mache das zu Hause selbst! DANKE! :-S (wäre es dort nicht im Angebot gewesen, hätt ich es nicht gekauft, ehrlich!)

Entweder, ich bin zu empfindlich, oder es kotzt mich mittlerweile an, wenn ich Leuten entgegen trete, von denen ich aufgrund ihres Verhaltens einfach annehmen muss, dass sie total inkompetent sind!

Ich dürfte mir das im Vertrieb bei meinen Kunden nicht erlauben und würde es auch nie!

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