Maenner und Songtexte

03.02.2010 | 28 Kommentare

Ihr müßt für mich jetzt mal ein bißchen aus Eurem Nähkästchen plaudern. Männer und Songtexte sind genauso wie Münzenmalle auf Jamaika. Sprich, viele von Euch (nicht alle!) zieh’n sich bestimmte Mucke rein, aber achten eigentlich nicht sonderlich auf den Text. Wenn dieser dann auf englisch ist, noch weniger.

So hat MEIN Freund mir heute morgen zwei ganz tolle Stücke vorgespielt, die sehr an Megaherz, bzw. Eisbrecher erinnern aber textlich, wie ich finde, doch etwas besser sind.

Ich muss ja, wie Ihr wißt, zu allem meinen Senf abgeben, so auch heute morgen beim Anhören der Songs. Nur will ich sehr schnell absenfen, sprich, erst das Intro kommentieren (was mir sehr gefallen hat) und MEIN Freund guckte mich grimmig an und meinte nur „sei doch jetzt mal still!“. Ich war mit der Klappe schneller als Tarantino am Set und hielt die Fresse um mir den Gesang anzuhören und ich muss sagen, bei beiden Songs, die er mir vor spielte, hatte ich Tränen in den Augen.

Nur warum? Und warum sollte ich still sein? Vielleicht, weil Männer sich doch ab und an in den Texten wieder finden? Wollen Männer uns damit etwas sagen? Ich habe auch meine „Heul-Songs“, die, die mich an gewisse Situationen in meinem bisherigen Leben erinnern. Haben Männer sowas auch? Und geben Sie es zu? Wahrscheinlich kommt jetzt ein schlichtes „finden wir einfach nur gut, hat nix mit Gefühlen zu tun“, aber vielleicht ja auch nicht??? 😉

Da wir Frauen sehr, sehr oft falsch interpretieren, vor allem in Bezug auf Aussagen von Männern, müßt Ihr mir jetzt ma weiter helfen. Hier die Songs:

[pro-player width=’560′ height=’353′ type=’video‘]http://www.youtube.com/watch?v=BJybbBtULCk[/pro-player]

und dieser hier, der mir persönlich durch Mark und Bein geht:

[pro-player width=’560′ height=’353′ type=’video‘]http://www.youtube.com/watch?v=A6SU41TAYs8[/pro-player]

Die Texte, Leute, die gehen unter die Haut! Hach, ich glaube, ich muss schon wieder heulen…… Hat jemand nen Tempo? 🙂

Und…. ääh… und….. ich seh das jetzt als Liebeserklärung! So! 😛

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28 Kommentare

  1. Also. Ich muss dazu einfach was sagen.
    Ich höre Musik größtenteils wegen den Texten. Deswegen lebe ich seit Jahren in einer Art Deutschrock/Deutschpunk-Wolke. Und in der Songschreiber-Schiene. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich selbst auch Lieder schreibe und so.
    Es gibt einfach Lieder, die sind textlich einfach perfekt und die Musik macht sie zu etwas ganz besonderem. Es gibt Live-Aufnahmen von Springsteen, bei denen mir einfach die Tränen in die Augen schießen, wenn Bruce eine einzige Textzeile singt. Sie sagen so viel. Wahnsinn.

    Marcus Wiebusch (Kettcar) hat vor Jahren einmal etwas in der Art gesagt: „Wir machen nur Musik, weil es uns zu doof ist, Gedichte vorzulesen“

    Texte sind wichtig. Auch für Männer. Wie mich. 🙂

  2. Ja, also wenn DAS keine Liebeserklärung ist, dann fällt mir nur noch ein, dass er Angst hat, du müsstest bald sterben. ;-(

    Und wenn das passiert, dann heule ich auch. ;-(

  3. Scheisse nochmal UNHEILIG. Ich liebe fast jeden Song von denen . Der Graf singt sowas von genial. Heule ich fast bei jedem Song von denen. In ein paar Tagen kommt ihr neues Album.
    Hier ein ganz brandneuer Song von denen: Ich liebe ihn: http://www.youtube.com/watch?v=Q-L3wj_HaMQ (U)

  4. Selbstverständlich! Ich könnte Dir maschinengewehrartig Songs aufzählen, bei denen ich Gänsehaut oder Pipi in die Augen bekomme. Weil ich mich in den Songs wiederfinde. Es gibt aber auch genug Lieder, deren Texte mir so ein Glücksgefühl geben, dass ich gar nicht mehr weiß wohin mit all‘ der Euphorie. Musik ist in der Gesamtheit wichtig, also Sound UND Text.

    …und Unheilig habe ich auch letztens erst entdeckt. Bin mir noch nicht so ganz sicher was ich davon halten soll. :-/

  5. Ich mag beide Musikrichtungen… Country _und_ Western!

  6. Ich verrate dir ein Geheimnis: Ja, auch wir Männer finden uns ab und an in Songtexten wieder, was meinst du warum Scooter so erfolgreich sind 😉
    Ich persönlich finde mich übrigens in den Texten von Martin L. Gore wieder (Depeche Mode)

  7. Oooooh, wundervoll! 🙂 Die beiden Songs sind wohl mit Abstand meine liebsten von Unheilig! (L) Prima Wahl von Deinem Freund! 😉
    „An Deiner Seite“ soll der Graf ja für einen krebskranken Freund geschrieben haben – jedenfalls liest man das immer wieder. Und genau damit verbinde ich den Song auch, mit dem Dasein bis zum Ende, mit unheimlich viel Liebe (und damit muss ja nicht zwangsläufig der Partner gemeint sein).
    Hach, seufz.

  8. Ich muss ja auch mal was dazu sagen: Ich analysiere nicht direkt jeden Text eines Stückes. Als erstes muß mich die Musik ansprechen und wenn diese Vorgabe erfüllt ist, dann geht es mit den Texten weiter. Wenn der dann auch noch stimmt, dann ist das wunderbar.

    Das Männer sich nicht mit Texten beschäftigen, das ist ja schon alleine durch die Vielzahl von Musikern / Sängern widerlegt worden. Sonst würden die ja nur Müll verzapfen.

    Natürlcih gibt es auch Mukke, die ansprechend gemacht ist, ich aber absolut nicht auf den Text achte bzw. näher drauf eingehe.

  9. @smikey: das zitat von wiebusch ist nicht schlecht. leider kriegt das nicht jeder künstler so richtig ungesetzt 🙂 schön zu lesen, dass du auch auf texte achtest, bzw. sie dir nahe gehen können.

    @paul: na, ich weiß nicht. was ich sicher weiß, dass ich nicht sterben muss. äh, glaub ich 😉 also nicht jetzt oder so….

    @nila: schade, der link bringt nicht das gewünschte ergebnis… 🙁

    @smithers: ja, ich glaube auch, dass es die kombi ist zwischen musik UND text, die die emotionen noch stärker machen können….

    @hr. olsen: in deinem alter absolut legitim. beides.

    @spanksen: depeche mode…. oha…. alte schule!

    @steffi: wenn texte auch noch basierend auf die eigene historie ist, bekommt das ganze natürlich ein extra gänsehaut-faktor..

    @MEIN Freund: ein prof. sänger muss sich ja mit texten befassen, außer er läßt texten (soll es ja auch geben). aber es geht mir mehr um den normalo, der sich in texten wieder findet, damit evtl. gewisse situationen verbindet, sprich, dadurch emotionen wach werden (ob für andere sichtbar oder nicht). und bei manchem gegröhle, das du hörst, kann keine sau den text verstehen *g*

  10. Ich höre eigentlich selber fast nie auf die Texte, und ich muß auch sagen, ich höre auch fast keine deutschsprachige Musik, Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel 😉

    Ich kenne aber Männer, die das schon tun, von daher würde ich sagen, das hat mit dem geschlecht nichts zu tun, sondern ist einfach individuell unterschiedlich.

  11. Ich achte schon auf die Texte – aber eine besondere sichtbare emotionale Wirkung bleibt bei mir aus. Bin ich gefühllos???

  12. Würde ich bei einigen R’n’B-Titeln konzentriert auf den Text hören, dann wäre ich Luther Vandross. Bin ich aber nicht. 🙂

  13. Tja, was soll ich jetzt sagen, ohne Euch die Emotion kaputt zu reden. Ich höre gern und oft Musik, achte aber mehr auf den Sound als auf die Texte. Bei deutschen Texten ist es da natürlich anders… Leider gefällt mir bei vielen deutschen Songs der Sound nicht so gut und ich finde kaum etwas wo ich sagen kann, dass mir Beides gefällt, (Sound und Text). Bei englischsprachiger Musik, die ich vom Sound teilweise super finde, fragt mich dann z.B. meine Frau als Muttersprachler ob ich verstehe, was dort im Detail gesungen wird, was ich dann oft verneinen muss. Teilweise wird eben dort der absolute Scheiss zusammengesungen… und wir kaufen die Songs überwiegend, weil wir den Sound mögen. Es gab mal eine gute Werbung zu dem Thema:
    Guckst du hier: http://www.youtube.com/watch?v=FvlJBPuaFG4

    Wenn ihr Euch selbst mit einem Song identifizieren könnt, egal ob sound oder textseitig so kann das mit Sicherheit nicht schaden. Auch wenn hier und da mal eine Träne fliesst. Bei Ratschlägen, Texten auf Glückwunschkarten, Worten die von Anderen kommen, ob nun Freunde, Partner, oder der Pastor in der Kirche bin ich immer etwas vorsichtig. Worte sind leichter gesagt als getan und dann oft nicht so gemeint wie sie klingen. Da bevorzuge ich doch schon eher Taten…. (H)

  14. Tja ja die Klischees wieder …
    Türlich kann Text mit das wichtigste am Ganzen sein.
    OK manchmal is die Musik so „gut“ das man sie sich durch dümmlichen Text nich vermiesen lassen will und überhört ihn dann einfach was bei fremdsprachen leichter is als bei deutschem Text …
    Mich erwischt manchmal einfach die Emotion die im Gesang liegt … also nicht unbedingt der Text selbst … es ruft einfach Dinge in mir hervor ohne das ich behaupten könnte dem Text wörtlich etwas verbindendes entlocken zu können. Das liegt nichtmal an der Sprachherkunft denn das Gefühl nich den geringsten Schimmer zu haben was der Text genau bedeuten soll hab ich oft bei deutschsprachigem.
    Und manchmal ist auch ein plumper Beat begeisternd wenn man den Text genau so „unterschreiben“ könnte.
    Naja es gibt eben vieles was mir da gefallen kann … um so mehr Punkte treffen umso besser.

    irgendwiesojedenfalls

  15. Natürlich hören Männer auf die Texte, und natürlich haben auch Männer Lieder mit denen sie bestimmte Emotionen verbinden. Und es gibt nunmal Lieder, die ganz besonders unter die Haut gehen.

    Und manchmal sollte man genau hinhören… ja nach Person spielen Männer auch mal bestimmte Lieder um etwas mitzuteilen 😉

  16. Och komisch. Bei mir funzt er. Ösiland 😉 Der Song heisst Geboren um zu leben von Unheilig. Der Text ist genial 😉

  17. Ach ja genau, was ich noch sagen wollte: Seid froh, daß ihr die englischen Texte nicht, wie Franky’s Frau oder ich, „automatisch“ versteht. Da wird nämlich wirklich oft ebenso ein Sahyz zusammengesungen wie bei manchen deutschen Liedern 😉

    Und ja – mir geht’s bei der Musik eben doch auch meist um den „Sound“ …

  18. Ich werde meinen Kommentar in einen offiziellen, und einen inoffiziellen Teil spalten:

    Offiziell:
    Alles Bullshit!!!!
    Männer hören keine gefühlsduselige Mucke. NIEMALS!!! Das ist was für Mädchen. Wir sind geboren, um mit bloßen Händen Bären und Bunnys zu töten, um unsere Familien zu ernähren. Da ist kein Platz für Gefühle.

    Inoffiziell:
    Ich stimme da deinem Freund zu. Erst muß die Musik im Gesamten gefallen, dann kann man(n) auf den Text achten.
    Und hin- und wieder berührt uns ein Song auch. Der wird aber nur heimlich im Auto gehört. ALLEINE!!! Jetzt wäre das Geheimnis gelüftet, warum Männer manchmal alleine Autofahren wollen. 😉

    Schlimm ist Kinomusik. Männer sind visuelle Typen. Also Bilder UND gute Musik ist schlimm…
    Und genau deshalb gehen wir ungerne in Schnulzen. Wir könnten ja Gefühle zeigen müßen… ;-( (H)

  19. @judy: deutsch wäre ja für dich das, was für uns englisch ist LOL 😉

    @rundumkiel: ja! kalt wie ein eisklotz! 😛

    @mc: kenn nur luther king….. der hat doch auch getextet, oder? (H)

    @franky: also auch so nen typ eisklotz… hmmm… *grübel* :-S

    @cypher: ok, aber du fühlst musik definitiv. das ist doch schon mal was. auch wenn der text bei dir wohl zweitrangig ist.

    @desert: stellt sich die frage, ob männer auf unterschiedliche art und weise musik hören. je nach laune? denke, ja…. (H)

    @nila: muss ich ma schaune… danke für die info! 🙂

    @judy: komm, du chief-woman, willst mir doch nicht sagen, dass du keine songs hast, die dir unter die haut gehen? das kauf ich dir nicht ab! 😉

    @applejünger: moaaahhhh….. sie versauen mir die quote! 😛

  20. Musik weckt halt emotionen und das ist nicht nur bei frauen so. Ich hab jede menge lieder die ich immer wieder gerne höre und die in mir ein bestimmtes gefühl auslösen oder mich an etwas erinnern das ich nie vergessen möchte. Egal ob es was schönes oder schlechtes war. Ich finde es gibt kein besserers medium als musik um gefühle in einem auszulösen.

  21. Das mit der Sprache – stimmt 😉

    Nein, das wollte ich so nicht sagen. Es gibt schon so den ein oder anderen, der mir unter die Haut geht – und dabei sogar ein, zwei deutsche Lieder… Aber GENERELL achte ich halt eher nicht auf die Texte…

  22. ich achte sehr auf die Texte… allerdings kann ich mit Deinen beiden Beispielen mal überhaupt nix anfangen – geht mir am Allerwertesten vorbei.

    Gute Texte (mit Gänsehautfaktor) kommen meist von Roger Waters (Ex-Pink Floyd) oder Fish (Ex- Marillion). Ersterer schreibt sogar erfrischend frei von Liebe und anderen Schnulzen.
    Nunja, das nährt das Gerücht, das böse Zungen über mich verbreiten: ich sei angeblich noch nie geliebt worden oder habe geliebt.

    Vielleicht hat man bei mir ja wirklich vergessen, was einzubauen, weil ich Deine Textbeispiele als überflüssige Schnulzen zu den Akten im Keller lege? 😉

  23. HUAAAAA!!! Hier hat jemand Roger Waters gesagt!!!! 😛 (Y) (Y) (Y) (Y) (Y) (Y) (Y) (Y)

    Wenn ich nicht der Applejünger wäre, wäre ich der WatersJünger…

  24. @hausmeister: *seuzf* schön gesagt! (F)

    @judy: kommt bei mir auf die stimmung an. irgendwie… :-S

    @broki: bei dir ist eh alles irgendwie anders….. 😛

    @apple-waters-jünger: (Y)

  25. komm hier rein zufällig vorbeigeschlendert, und was finde ich? den song von unheilig…….ich hab da mal aus lauter langeweile selber ein kleines video zu gedreht 🙂 http://www.youtube.com/watch?v=wWkc6q1dTUc

    gruß aus kiel!

  26. Die Songs sind ganz gut, vor allem der zweite! Aber trotzdem nicht so mein Ding…

  27. @gesche: schöner klimperkasten, den du da stehen hast 🙂 das video ist gut geworden. es macht einen nachdenklich…. 🙂

    @schaps: jep, schöne texte….

  28. Wie schon erwähnt: Es muss beides zusammen passen, sonst könnte ich auch Schlager hören, denn da verstehe ich auch (fast) alles.

    Mit englischen Titeln komme ich nicht so richtig klar. Zum einem bin ich der Meinung, das die deutsche Sprache sinnbildlicher darstellen kann und zum anderen mag ich den Sinn eines Textes so tiefer aufzunehmen und kann mich mehr mit dem Inhalt auseinandersetzen.

    Und mein Englisch ist etwas besser, wie dieser Oettinger jemals sprechen wird.

    Trotzdem – und da kein „Dein Freund“ sicherlich ein „Lied“ davon singen (oh man bin ich heute bildsprachlich unterwegs – das versuche mal im Englischen), Goethes Erben in Englisch kommen sicher nie(!) an den Inhalt/Bedeutung wie im deutschen heran.

    Das ist aber generell schwierig zu erklären – Muttersprache halt. (F)

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