Hilfe zur Selbsthilfe

Was im Fachjargon „Subsidiarität“ heißt. (Das einzige, was in Reli hängen blieb)

Schon wieder habe ich einen amüsanten Abend mit den lieben Chattern vom Kopfschüttel-Chat erlebt und Schwerpunkt war dieses mal: Selbstbefriedigung.

Es ist schon komisch, wie wildfremde Menschen auf so ein Thema reagieren. Der eine geht offen damit um, der andere hüllt sich natürlich in Schweigen. Wieder andere versuchen aus sich raus zu gehen und werden prompt von anderen Chattern überrumpelt. Wer überrumpelt, ist ja wohl klar! (H)

Manche sind total gegen Pornofilme, manche halten Selbstbefriedigung in einer Partnerschaft für ein totales No-Go! Von Spielzeug möcht ich erst garnicht anfangen. Es ist schon seltsam, wie Menschen mit ihrer Sexualität umgehen und für mich umso trauriger zu sehen, wie die Menschen ihr eigenes, intimes Glück weg werfen.

Natürlich halte ich mich bedeckt, aber wie der Kopfschüttler blieb mir nichts anderes übrig, als bei manchen Aussagen den Kopf zu schütteln. Ist die heutige Zeit doch prüder, als ich es mir vorgestellt habe? Oder sind die Menschen einfach noch nicht so weit, um über ihre Lust offen zu reden? Liegt es am Alter? Ich weiß es nicht, denn weder das Alter noch die Real-Names der Chatter sind mir bekannt.

Was mich irritiert ist, daß es in einem Chat so verschlossen abgeht. Ich dachte, die Menschen wären offener, doch irgendwie habe ich mich getäuscht. Nunja, ich will ja auch keine Details wissen, doch selbst die Einstellung der Mitschreiber blieb mir leider zum größten Teil verborgen.

Schade, denn ich finde auch in der Sexualität ist jeder seines eigenes Glückes Schmied. Ob mit Toys oder nicht, ob mit sich selbst oder dem Partner. Wenn sich das alles noch vereinen läßt, kann man wirklich von einer sexuell ausgefüllten Partnerschaft sprechen.

Doch ich war erstaunt, daß dem nicht so ist. Im fremden Chat, wo keiner keinen kennt….. Ok, ich hätte den Fehler nicht machen dürfen, zu sagen, daß ich auch darüber berichten werde. Aber egal……..

…..Mist, Batterien sind alle!!! (H)

11 Antworten auf „Hilfe zur Selbsthilfe“

  1. Als einer der Mitstreiter in diesem Chat habe ich den Ursprung dieses Artikels quasi hautnah miterlebt.

    Ich „oute“ mich auch als einer derjenigen, der gegen Pornofilme ist – die Dialoge sind einfach einschläfernd 😉

    Um die einzelnen Einstellungen zum Umgang mit der Sexualität soll es mir hier auch nicht gehen. Ich kann nur für mich reden.

    Was ist daran seltsam, wenn es Leute gibt, die mit ihrer Meinung „hinter dem Berg halten“? Was ist daran prüde?

    Wikipedia definiert „Intimiät“ folgendermaßen:

    Intimität ist ein Zustand tiefster Vertrautheit. Intimität herrscht in der Intimsphäre – einem persönlichen Bereich, der durch die Anwesenheit ausschließlich bestimmter oder keiner weiteren Personen definiert ist und Außenstehende nicht betrifft.
    [Quelle]

    Diese Definition sagt eigentlich alles – sowohl was das virtuelle Leben in Chats betrifft, als auch das reale Leben.
    Wieso werfe ich mein „eigenes, intimes Glück weg“, wenn ich nicht darüber rede? Bin ich weniger glücklich, wenn ich den Augenblick mit einer DER Frau einfach genieße? Muß ich darüber reden (chatten), damit dieses Glück perfekt wird?

    Du vermutest Alter, eine andere Vorstellung der Zeit, in der wir leben oder daß die Menschen nicht „weit genug sind“. Meiner Meinung nach alles falsch: es hat etwas mit Respekt zu tun. Bettgeschichten betreffen genau zwei Leute ( je nach persönlichen Vorlieben sind auch drei oder mehr möglich, kurz: nur die Beteiligten). Der Rest hat sich rauszuhalten.

    Was deine „Hilfe zur Selbsthilfe“ betrifft: ein billiger Abklatsch dessen, was ich erfahren durfte. Es war eine großartige Erfahrung, geliebt zu werden – und zu lieben. Nichts kann dies ersetzen – halbe Sachen schon dreimal nicht.
    Diese Beziehung war nach viel zu kurzer Zeit vorüber und manchmal träume ich heute noch –
    von ihr.

  2. @broken: umgotteswillen! da hast ja erstma nen roman geschrieben. danke, denn das belegt, dass du dir dazu gedanken gemacht hast!

    es geht mir hier (NOCHMAL) um keine Einzelheiten. Es langt mir schon, daß du ja gesagt hast, daß du keine Pornos schaust und das wiederrum belegt, dass du darüber sprichst. natürlich werden hier keine details verlangt und ich will das auch garnicht wissen.

    hier ging es mir lediglich um den umgang mit dem thema selbstbefriedigung.
    und natürlich ist es ein blilliger abklatsch dessen, was man mit dem partner erleben kann. aber ein befriedigender und das ist doch allein, worum es dabei geht. 😉 jeder lebt es anders und das hat man zu akzeptieren, was ich (denke ich) auch tue.

    @andi: hihi, du auch noch?! hotuliebgüte! (H)

  3. Oha, Kopfschüttler hat einen Chat?? Boah, da wurde Nilchens Neugierde geweckt.
    Ich muss zugeben, ich war „früher“ auch eher prüder. Dann habe ich durch Zufall einen „Erotik“chat gefunden. Aber hallo, da habe ich für mein Leben gelernt. *rotwerde*. Ich muss sagen, dass dort einige Probleme angesprochen worden sind, hilfreiche Tipps gegeben wurden und ich in meinen 4 Wänden einige dieser Tipps dann ausprobiert habe.
    Heute bin ich viel offener bei dem Thema Sex. Warum auch nicht?
    Natürlich soll dieses Thema nicht Nummer 1 in einer Partnerschaft sein. Aber ich finde, es ist auch wichtig und gehört einfach dazu. Jaja blablabla ich höre schon auf.. hihi
    Liebe Grüsse

  4. Hm, vielleicht ist ein Chat für einige Leute auch einfach nicht der richtige Raum, um sich zu dem Thema offen zu äußern. Vielleicht sind einige Leute auch offen ohne groß darüber zu reden?
    Und vielleicht werden einieg Leute auch wieder prüder – in einer Zeit, in der man von Sexualität und Pornographie in den Medien überschwemmt wird???

    Von einigen Jugendlichen, die ich kenne, würde ich mir z.B. etwas mehr „Prüderie“wünschen!

  5. @nila: nee, so n erotik-chat oder so wär ja gar nicht meins…. aber wem es gefällt 🙂

    @kopfi: puh, da hab ich ja glück gehabt *lach* 😀

    @danimateur: da müsst ihr aber nen coolen relilehrer(in) gehabt haben! ich kenn das ja nur beiläufig von bio *g* (H)

    @lauffrau: stimmt, wir werden damit überhäuft. und du bekommst ja die jungend tagtäglich mit. ich wollt den job nicht machen, ehrlich. der kopfi-chat ist natürlich überhaupt nicht „SO“ ein chat. zum glück, denn sonst wär ich da ja nicht ab und zu. und wie gesagt, es ging mir hier ja nur um die tatsache, wie damit umgegangen wird. sprich: die reaktionen auf die frage. vielleicht etwas provokant, aber auch interessant. 😉

    @mc: die dinger sind doch seit jahren out, oder? gibts die überhaupt noch??? :-S

    @hr. axel: SO sieht’s nämlich aus! 🙂

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